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Von der Protestbewegung zum Krieg in Syrien – ein Überblick

Seit 2011 ist Syrien vom Krieg gezeichnet. Das ganze Ausmaß des Grauens spiegelt sich in den Zahlen wider: Mehr als eine halbe Million Menschen haben nach Schätzungen ihr Leben im Bürgerkrieg verloren, über 14 Millionen Syrerinnen und Syrer mussten ihre Heimat verlassen. Über 6 Millionen Menschen flüchteten in Nachbarländer (Quelle: UNHCR | Stand: 13.03.2025).

Auch nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 bleibt die humanitäre Lage dramatisch, wenn auch die Hoffnung auf Normalität und Frieden nach fast 14 Jahren Bürgerkrieg im Land groß ist. Mehr als 16,7 Millionen Menschen sind weiterhin auf Hilfe angewiesen, darunter über 7,4 Millionen Binnenvertriebene (Quelle: „Health Sector Syria - Health Sector Bulletin - January 2025“ | Stand: 31.01.2025).

Nach und nach kehren einige der Geflüchteten zurück in ihre Heimat, die in weiten Teilen noch von Zerstörung, Unsicherheit und wirtschaftlichem Kollaps geprägt ist.

Es mangelt an Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Notunterkünften und medizinischer Versorgung. Ungefähr die Hälfte der Krankenhäuser ist nicht mehr funktionsfähig. Die Lage bleibt angespannt – bewaffnete Gruppen und explosive Kriegsreste bedrohen weiterhin die Zivilbevölkerung.

Ohne internationale Hilfe wird der Wiederaufbau nicht zu stemmen sein. Die Menschen in Syrien sind weiter dringend auf Ihre Unterstützung angewiesen.

 

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Unsere News aus Syrien:

11.12.2024

Syrien: „Psychologische Betreuung ist gerade jetzt wichtig“

Köln/Gaziantep. Durch den Sturz des Assad-Regimes in Syrien wird das Ausmaß der humanitären Notsituation gerade im Gesundheitsbereich im ganzen Land deutlich sichtbar. „Einige der 18 Gesundheitseinrichtungen, die wir unterstützen, sind derzeit völlig überfüllt. Die Menschen brauchen neben therapeutischer und klinischer Betreuung vor allem psychologische Unterstützung“, sagt Lena Schellhammer, Länderreferentin für Syrien bei Malteser International.

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Inhaltsübersicht

Die Situation in Syrien im Jahr 2025

Wie wir in Syrien Hilfe leisten

Chronologie
2011    |    2014   |    2017    |    2020    |    2023 
2012    |    2015   |    2018    |    2021    |    2024
2013    |    2016   |    2019    |    2022

Die Situation in Syrien im Jahr 2025

Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 feierten Syrerinnen und Syrer weltweit das Ende des autoritären Systems und des jahrelangen Bürgerkriegs. Die Hoffnung auf einen Wandel hin zu einer demokratischen und stabilen Zukunft ist groß. Doch der Weg dahin bleibt herausfordernd.

Nach fast 14 Jahren Krieg liegt das Land in Trümmern. Millionen Menschen leiden weiterhin unter den Folgen der Gewalt und viele Gebiete, darunter lebenswichtige Gesundheitseinrichtungen, sind zerstört. Es mangelt unter anderem an medizinischem Personal, sauberem Wasser und sicheren Unterkünften. Besonders gefährdet sind ehemalige Gefangene, Binnenvertriebene, gefährdete Gruppen und Mitglieder der Aufnahmegemeinschaften, denen neben psychologischer Unterstützung zur Traumabewältigung auch eine ausreichende Grundversorgung fehlt. Sie sind auf Unterstützung angewiesen, um Zugang zu Nahrung, medizinischer Versorgung und sicheren Unterkünften zu erhalten. Zudem bedrohen explosive Kampfmittelrückstände und Blindgänger weiterhin täglich Menschenleben, vor allem entlang der ehemaligen Frontlinien.

Trotz internationaler Unterstützung ist die humanitäre Hilfe für Syrien stark unterfinanziert. Von den laut Hilfsplan benötigten 1,2 Milliarden US-Dollar waren bis Mitte Februar 2025 weniger als zehn Prozent finanziert. Daher ist unsere Hilfe vor Ort wichtiger denn je: Unsere Helferinnen und Helfer unterstützen auch in dieser Zeit des Umbruchs in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) sowie Lebensmittelversorgung.

Die Situation der Vertriebenen und Geflüchteten 2025

Der Sturz des Assad-Regimes weckte bei vielen geflüchteten Syrerinnen und Syrern Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimat. Tatsächlich sind seitdem rund 270.000 Geflüchtete aus den Nachbarländern zurückgekehrt (Quelle: UNHCR Regional Flash Update #13 | Stand: 7.02.2025) und etwa 830.000 Binnenvertriebene haben ihre Herkunftsorte wieder erreicht. Doch für Millionen Menschen bleibt die Lage zu unsicher, insbesondere für Minderheiten (Quelle: OCHA Humanitarian Situation Report No. 1 | Stand: 12.02.2025).

Trotz des politischen Wandels gibt es weiterhin bewaffnete Auseinandersetzungen, vor allem im Nordosten Syriens. Die vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen der Übergangsregierung und den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) verschärften die Spannungen in der Region zusätzlich.

Mittlerweile kam es zu einer Einigung zwischen der SDF und der Übergangsregierung. Demnach erklärten sich die Demokratischen Kräfte Syriens bereit, sich in die neuen staatlichen Institutionen des Landes zu integrieren (Stand: 11.03.2025). Gleichzeitig setzen sich jedoch die Zusammenstöße zwischen der Türkei, der von ihr unterstützten Syrischen Nationalen Armee (SNA) und den SDF fort und treiben die Unsicherheit und Vertreibung weiter voran.

Seit der Eskalation im November und Dezember 2024 mussten daher erneut über 600.000 Menschen fliehen. Insgesamt leben noch mehr als 7 Millionen Syrerinnen und Syrer als Binnenvertriebene im eigenen Land, etwa 4,6 Millionen suchen Schutz in Nachbarländern wie der Türkei, dem Libanon und dem Irak (Quelle: OCHA Humanitarian Situation Report No. 1 | Stand: 12.02.2025 und UNHCR | Stand: 8.03.2025). Hoffnung auf eine sichere Rückkehr für Geflüchtete und Vertriebene besteht nur mit humanitärer Hilfe, internationaler Unterstützung und langfristigen Maßnahmen für politische Stabilität. 

Eine sichere und stabile Zukunft für Syrien?

Syrien steht derzeit vor der Herausforderung, politische und wirtschaftliche Stabilität zu erreichen. Internationale Bemühungen konzentrieren sich darauf, eine friedliche und demokratische Entwicklung zu fördern und die Zivilgesellschaft zu stärken – etwa durch Bildungsprogramme und die Unterstützung von Frauenrechten. Gleichzeitig sollen Binnenvertriebene sowie Rückkehrerinnen und Rückkehrer wieder eine Perspektive erhalten. Um ihnen eine erste wirtschaftliche Grundlage zu bieten, werden Kurzzeitjobs geschaffen, darunter Arbeiten zur Trümmer- und Müllbeseitigung. Diese Maßnahmen sollen nicht nur Einkommen sichern, sondern auch den Wiederaufbau vorantreiben. Hierbei spielen auch politische Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle. Viele westliche Staaten knüpfen ihre finanzielle Hilfe an Bedingungen. So werde die EU beispielsweise keine neuen extremistischen Strukturen unterstützen. Eine zentrale Voraussetzung ist außerdem, dass Bildung für alle zugänglich sein muss – unabhängig von Geschlecht, Religion oder ethnischer Herkunft.

Auch auf politischer Ebene gibt es Fortschritte: Der UN-Sicherheitsrat setzt sich für die Erarbeitung einer neuen Verfassung ein – ein wichtiger Schritt hin zu stabileren staatlichen Strukturen. Doch dieser Prozess werde voraussichtlich mehrere Jahre dauern und freie Wahlen seien wahrscheinlich frühestens in fünf Jahren realistisch, so der Übergangspräsident al-Scharaa in einem Interview mit dem britischen Economist. Parallel dazu bleibt die wirtschaftliche Lage herausfordernd, da mögliche Sanktionen gegen Syrien den wirtschaftlichen Aufschwung erschweren können.

Umso wichtiger ist internationale finanzielle Unterstützung: Die Europäische Union hat 5,8 Milliarden Euro an Hilfen für Syrien zugesagt – mit dem Ziel, einen Wiederaufbau zu ermöglichen, der alle Bevölkerungsgruppen mit einbezieht und auf langfristige Stabilität ausgerichtet ist. Deutschland unterstützt den Wiederaufbau ebenfalls mit zusätzlichen 300 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte dieser Summe soll in humanitäre Hilfe, Bildungsprojekte und Initiativen für die Zivilgesellschaft fließen. Um darüber hinaus im Gesundheitsbereich nachhaltige Verbesserungen zu schaffen, fördert Deutschland Klinikpartnerschaften mit 15 Millionen Euro.

Trotz dieser Maßnahmen bleibt der Weg zur Stabilität lang und die internationale Unterstützung wird weiterhin entscheidend sein, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.

Wie wir in Syrien Hilfe leisten

Millionen von Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Fast die Hälfte der Bedürftigen in Syrien sind Kinder. Viele haben ihre Familien oder Familienmitglieder verloren, sind durch den Krieg traumatisiert und leben in extremer Armut. Vor allem fehlt es den Menschen am Nötigsten zum Leben, einer Unterkunft, Nahrung, dem Zugang zu Trinkwasser. Der fehlende, sichere Zugang zu Trinkwasser sowie Sanitär- und Hygieneeinrichtungen begünstigt die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Cholera. Auch die medizinische Infrastruktur ist desaströs. Ein Großteil der Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen wurde im Krieg zerstört, das öffentliche Gesundheitssystem ist zusammengebrochen.

Mit Ihren Spenden sichern wir die Zukunft zahlreicher Menschen

Malteser International hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen der Menschen in Syrien, insbesondere der intern Vertriebenen, zu verbessern. Seit Sommer 2012 leisten wir in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Syrien und der Türkei medizinische Nothilfe. Dazu betreiben und unterstützen wir zahlreiche Krankenhäuser, Basisgesundheitszentren und mobile medizinische Kliniken im Norden Syriens, in denen wir umfassende primäre und sekundäre Gesundheitsdienstleistungen bereitstellen. Für viele Menschen stellen die Einrichtungen den einzigen Zugang zu medizinischer Versorgung dar. Wir verteilen außerdem Hilfsgüter wie Decken und Hygieneartikel.

Unsere Arbeit konzentriert sich vor allem auf die folgenden Bereiche:

  • Gesundheitsversorgung: Durch die Sanierung und Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen vor Ort ermöglichen wir den Menschen Zugang zu Gesundheitsdiensten und medizinischer Versorgung. Darüber hinaus schulen wir medizinisches Personal und Hilfskräfte, insbesondere im Bereich Krankheitsüberwachung und Gesundheitskapazitäten.
  • WASH (Wasser, Sanitär und Hygiene): Um die hygienischen Bedingungen zu verbessern, führt Malteser International Notfallmaßnahmen an Standorten für Binnenvertriebene durch. Dort verteilen wir Hygienekits, sanieren Wasserstellen und Abwassernetze. Mit zusätzlichen Aufklärungskampagnen sensibilisieren unsere Helferinnen und Helfer die Bevölkerung für wichtige Hygienemaßnahmen.
  • Ernährungssicherheit: Um die Ernährungslage der Menschen zu verbessern, verteilen wir Lebensmittelkörbe und Bargeld-Gutscheine. Durch die Bereitstellung spezieller Zusatznahrungsprogramme unterstützen wir Kinder, Schwangere und stillende Mütter. Darüber hinaus fördern wir gezielt kleine Hausgärten, um die Ernährungssicherheit langfristig zu verbessern und die Vielfalt in der Lebensmittelversorgung zu erhöhen.


Mit Hilfe Ihrer Spenden können wir diese lebensrettenden Maßnahmen realisieren und damit eine Perspektive für die Menschen schaffen.

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Chronologie des syrischen Bürgerkriegs: von 2011 bis heute

Über zehn Jahre dauert der Krieg in Syrien mittlerweile an. Was im Jahr 2011 mit friedlichen Protesten begann, eskalierte in einen Bürgerkrieg, in dessen Verlauf mehr als eine halbe Millionen Menschen ums Leben kamen und 13 Millionen Syrer ihre Heimat verloren.

2011: Wie kam es zum Krieg in Syrien?

Friedliche Proteste auf den Straßen im Süden Syriens Anfang 2011 markieren den Beginn des Syrienkonflikts: Die Menschen sind inspiriert von den Protesten des arabischen Frühlings in Tunesien und Ägypten. Sie fordern politische Reformen, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit. Ebenfalls demonstrieren sie gegen die Willkürherrschaft und Korruption des Assad-Regimes.

Als die Behörden die Proteste in der Stadt Daraa (Darʿā) im März 2011 gewaltsam beenden, breiten sich die Aufstände auf die anderen Teile des Landes aus. Am 22. April 2011 kommt es in vielen syrischen Städten zu den bisher größten Demonstrationen, die die Regierung mit Gewalt niederdrückt. Fast 70 Menschen werden getötet. Die Demonstranten fordern den Rücktritt des Präsidenten Baschar al-Assad. Die Regierung reagiert mit Härte auf die immer größer werdenden Unruhen und Massendemonstrationen.

Panzer werden eingesetzt, einzelne Städte abgeriegelt, teilweise sogar die Strom- und Wasserversorgung gekappt. Hunderte Menschen sterben, noch mehr werden verhaftet. Viele fliehen in die Türkei und den Libanon.

Der Krieg eskaliert

Im Sommer 2011 spaltet sich die zunächst friedliche Protestbewegung: Oppositionelle greifen zu den Waffen und schließen sich mit desertierten Soldaten zur Freien Syrischen Armee zusammen. Die Gewalt zwischen der Regierungsarmee und den Oppositionellen eskaliert. Aus den Protesten entwickelt sich ein grausamer Bürgerkrieg, der zu einem Stellvertreterkrieg mit vielen Akteuren wird.

Zunehmend formieren sich unterschiedliche Gruppierungen entlang ihrer Herkunft und Religion. Baschar al-Assad, der Alawit ist und damit zum schiitischen Spektrum des Islam gehört, wird seit Mai 2011 von der schiitischen Regierung des Iran unterstützt, ebenso von Mitgliedern der schiitischen Islamistengruppe Hisbollah aus dem Libanon sowie alawitischen Milizen.

Neben der Freien Syrischen Armee organisieren sich weitere oppositionelle Gruppen, darunter sunnitische Extremisten wie die Rebellenmiliz Ahrar al-Scham. In großen Teilen Nordsyriens übernehmen kurdische Milizen die Kontrolle. Ende des Jahres 2011 meldet die UN bereits mehr als 5.000 tote Zivilisten, tausende Syrer sind bereits auf der Flucht. 8.000 Geflüchtete werden vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) außerhalb Syriens registriert. Etwa 2.600 Geflüchtete bewerben sich um Asyl in Deutschland.

2012: Anschläge auf syrische Truppen und Massaker an der Zivilbevölkerung

Im Januar 2012 verübt die radikal islamische al-Nusra-Front, eine neue Terrorgruppe und Teil von al-Quaida, eine Reihe von Anschlägen auf syrische Truppen. Damit beteiligt sich neben den Islamisten von Ahrar al-Scham eine weitere religiös motivierte Miliz an den Konflikten in Syrien.

Zudem finden immer wieder grausame Massaker an der Zivilbevölkerung statt. Die Täter kommen sowohl aus den Reihen der Regierung als auch der Oppositionellen. Die erste Friedenskonferenz im Juni 2012 bleibt ohne Erfolge. Ende des Jahres sind bereits über eine halbe Million Syrer aus ihrer Heimat geflohen, in die Türkei, den Libanon, Jordanien und den kurdischen Teil des Irak. Die ersten Menschen versuchen nun auch, nach Europa zu fliehen.

2013: Kriegsverbrechen und der Einsatz chemischer Waffen

Allen Parteien werden schwere Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die Zahl der Geflüchteten ist bis April 2013 bereits auf eine Million gestiegen. Zudem wird bekannt, dass die syrische Regierung über chemische Waffen verfügt.

Die meisten Staaten kontrollieren den Einsatz dieser Waffen per Chemiewaffenkonvention – Syrien zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Sie treten der OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons) erst später im Jahr 2013 bei. Die USA kündigen an, im Falle eines Einsatzes der chemischen Waffen militärische Gewalt zu überdenken.

Im August 2013 werden Gerüchte laut, wonach es am 21. August in der Nähe von Damaskus zum Einsatz chemischer Waffen gekommen sein soll. Im September bestätigen UNO-Chemiewaffeninspekteure, vor Ort Beweise für einen Angriff mit dem Giftgas Sarin gefunden zu haben. Ihren Berichten zufolge sei das Gas mit Boden-Boden-Raketen verschossen und auch gegen Zivilisten eingesetzt worden.

Dabei sollen um die 1.000 Menschen in Ost-Ghuta ums Leben gekommen sein, die Opferzahlen variieren jedoch je nach Quelle. Nach Ansicht der USA und einiger größerer Länder Europas, wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland, sei das Nervengas vom Assad-Regime eingesetzt worden. Die syrische Regierung, Russland und der Iran beschuldigen dagegen oppositionelle Milizen, für den Angriff verantwortlich zu sein. Beide Parteien bestreiten den Einsatz.

Aufstieg des IS: Zur selben Zeit wird die Stadt ar-Raqqa (Rakka) von der Organisation ISIS erobert, die bereits zahlreiche Städte unter ihre Kontrolle gebracht und dabei Gräueltaten an der zivilen Bevölkerung verübt hat. Rakka wird zu einem der Hauptquartiere von ISIS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi.

Gründung der Islamischen Front: Im November 2013 schließen sich verschiedene oppositionelle islamistische Gruppen zur Islamischen Front (al-Jabha al-Islamiya) zusammen. Ziel dieses Bündnisses ist es, die Assad- Regierung zu stürzen und einen Staat zu errichten, der allen Muslimen offenstehen soll. Die Islamische Front wird von Saudi-Arabien unterstützt und stellt zu diesem Zeitpunkt das größte bewaffnete Bündnis der Oppositionellen dar.

Die Kämpfe dauern an, die Zahl der Flüchtlinge steigt: Ende des Jahres 2013 kämpfen die Syrische Armee und die Oppositionellen intensiv um Aleppo, die zweitgrößte Stadt Syriens. Im Dezember befinden sich 4 Millionen Syrer innerhalb ihres Landes auf der Flucht, 2,3 Millionen sind in den Libanon, nach Jordanien und in den Iran geflüchtet. Etwa 50.000 Flüchtlinge erreichen Europa.

2014: ergebnislose Friedensgespräche und die Ausrufung des IS

Im Februar 2014 geht eine weitere Runde der Friedensgespräche in Genf ohne Ergebnisse zu Ende. Die Konfliktparteien beenden das Treffen bereits nach einer halben Stunde, ohne wirkliche Fortschritte zu erzielen. Zudem lehnt die syrische Regierung den Vorschlag für eine weitere Gesprächsrunde ab. Die Zahl der Geflüchteten außerhalb von Syrien steigt im April 2014 auf 2,6 Millionen.

Am 29. Juni 2014 erklärt al-Baghdadi die von der Terrororganisation besetzten Gebiete im Irak und in Syrien zum Kalifat. Es folgt eine Umbenennung von “ISIS”, „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“, in “IS”, den “Islamischen Staat”. Mit grausamen Hinrichtungsvideos verbreitet der IS seine Propaganda. Im September 2014 lässt der damalige US-Präsident Barack Obama Stellungen des IS im Irak angreifen. Er ruft die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen die Terrororganisation auf. Zwei US-Journalisten werden daraufhin vom IS entführt und enthauptet. Die Terroristen drohen mit weiteren Entführungen, sollten die USA ihre Luftangriffe nicht einstellen. Im selben Monat starten IS-Terroristen eine Offensive auf die kurdische Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei. Die Islamisten gewinnen die Kontrolle über die Stadt, die jedoch von kurdischen Milizen zum Teil zurückerobert werden kann. 130.000 Syrer fliehen im Zuge der Kampfhandlungen aus Kobane in die Türkei.

2015: Millionen Syrer sind auf der Flucht

Laut der Vereinten Nationen hat der Bürgerkrieg im Jahr 2015 bereits 220.000 Menschen das Leben gekostet. Millionen Syrer sind auf der Flucht, davon 7,6 Millionen innerhalb Syriens, an die 4 Millionen sind in die umliegenden Länder geflüchtet. Zehntausende erreichen Anfang September 2015 Deutschland und Österreich.

Währenddessen tobt der Krieg weiter. Der IS weitet seinen Eroberungsfeldzug zu einer globalen Terrorkampagne aus. Einige europäische Staaten beteiligen sich am Kampf gegen den IS. Französische und britische Flugzeuge fliegen Angriffe auf Stellungen der Terrormiliz. Deutschland beschließt, 1.200 deutsche Soldaten nach Syrien zu schicken.

Diese sollen Frankreich mit Aufklärungsjets, einer Fregatte und Stabspersonal im Kampf gegen den IS unterstützen. Auch Russland greift in den Krieg ein, wobei es ihm in erster Linie darum geht, das Assad-Regime zu schützen.

2016: gescheiterte Friedensbemühungen und Fortsetzung des Krieges

Friedensverhandlungen zwischen der syrischen Regierung und den Oppositionellen Anfang 2016 scheitern, da Baschar al-Assad mit der Unterstützung Russlands große militärische Erfolge gegen die Oppositionellen erzielen kann. Waffenruhen, die neue Friedensverhandlungen ermöglichen sollen, werden aufgekündigt. Im November startet Russland eine groß angelegte Offensive auf die Provinzen Homs, Idlib und die Stadt Aleppo. Im Dezember 2016 kann das Assad-Regime mit der Unterstützung Russlands das von oppositionellen Gruppierungen besetzte Ost-Aleppo zurückerobern.

2017: erneuter Einsatz von Chemiewaffen, Zurückdrängung des IS

Am 4. April 2017 wird nach Einschätzung von Experten der OPCW bei einem Luftangriff auf den nordsyrischen Ort Chan Scheichun die Chemiewaffe Sarin eingesetzt. Es sterben mindestens 70 Menschen. Nach Bekanntwerden des Vorfalls bombardiert die US-Armee eine syrische Luftwaffenbasis.

Das kurdische Militärbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) rückt im Mai 2017 nach Rakka vor, dem wichtigsten Stützpunkt des IS, und kann die Stadt im September vollständig zurückerobern. Immer mehr Gebiete können von der Herrschaft der Terrormiliz befreit werden. Im Dezember nehmen die SDF die letzte IS-Bastion Handschin in Ostsyrien ein. Der IS gilt weitgehend als besiegt, hält aber noch vereinzelte Dörfer in der Region.

2018: Konzentration des Krieges auf Nordsyrien

Zu Beginn des Jahres 2018 nehmen türkische Truppen in Verbund mit radikalen islamistischen Milizen die nordsyrische Stadt Afrin ein. Im Zuge der Kampfhandlungen müssen zehntausende Kurden aus der Stadt fliehen. Im Frühjahr 2018 wird über mutmaßliche Chlorangriffe in der Stadt Duma berichtet. Die Koalition aus Frankreich, Großbritannien und Amerika reagiert mit Luftwaffenangriffen auf Chemiewaffenlager. Nachdem die syrische Regierung mit Unterstützung der russischen Luftwaffe im Juli Rebellengebiete im Südwesten Syriens bei Daraa zurückerobern konnte, verbleibt Idlib in Nordsyrien die letzte Rebellenhochburg im Land.

2019: Sieg über den IS, eine türkische „Sicherheitszone“ und der Kampf um Idlib

Im März 2019 siegt die SDF im Kampf um Baghuz über den IS. Dadurch verliert die Terrormiliz das letzte besetzte Territorium auf syrischem Boden und gilt im Land seither geographisch als besiegt. Tausende IS-Kämpfer konnten jedoch untertauchen und stellen weiterhin eine Bedrohung dar. Zudem sind die politischen und konfessionellen Konflikte weiterhin ungelöst.

Am 7. Oktober beginnt der damalige US-Präsident Donald Trump mit dem bereits Ende 2018 angekündigten Rückzug der US-Streitkräfte aus Nordsyrien. Wenige Wochen später geben die USA bekannt, wieder einen Teil ihrer Truppen im Osten Syriens zu stationieren, um die dortigen Ölfelder zu schützen. Kurz nach Abzug der US-Truppen beginnt die Türkei ihre Offensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in der Grenzregion. Dort erobert die Türkei einen Grenzstreifen, den sie als „Sicherheitszone“ deklariert. Diese soll den kurdischen Einfluss in der Region begrenzen und mehrere Millionen syrische Geflüchtete aus der Türkei wieder dort ansiedeln. Das Vorhaben wird international von vielen Seiten scharf kritisiert.

Die syrische Regierung rückt nach Idlib vor, um ihre Offensive auf die letzte besetzte Provinz zu starten. Dort beginnen die Kämpfe um das letzte Gebiet in der Hand von Oppositionstruppen, in dem sich aber auch Hunderttausende Geflüchtete aufhalten. Aufgrund der Internationalisierung und der unterschiedlichen politischen Interessen der beteiligten Akteure war eine finale Lösung des Konflikts auch Ende 2019 nicht in Sicht.

2020: vorläufiger Waffenstillstand zwischen Russland und der Türkei

Im Jahr 2020 konzentriert sich der Syrienkonflikt auf die Region Idlib im Nordwesten Syriens an der Grenze zur Türkei. Bereits im April 2019 starteten die syrische Armee unter Präsident Assad und ihre Verbündeten eine Offensive zur Rückeroberung der Region, was seit Dezember 2019 über 950.000 Syrer zur Flucht zwang, darunter mehr als 500.000 Kinder.

Angesichts der zunehmenden Gewalteskalation handeln der russische Präsident Putin und der türkische Präsident Erdogan am 5. März 2020 einen vorläufigen Waffenstillstand aus, der – trotz Berichten über vereinzelte Verstöße von beiden Seiten – bis heute (Stand: 2022) anhält. Das Abkommen bleibt aufgrund der widerstreitenden Interessen der Akteure fragil.

Die Region Idlib wird durch die radikal-islamische Organisation Hayat-Tahrir-al-Scham (HTS) kontrolliert, ein Bündnis fünf oppositioneller Gruppierungen, unter denen die aus der al-Nusra-Front (Al-Quaida in Syrien) hervorgegangene Jabhat Fateh al-Sham den größten Teil ausmacht.

Idlib gilt als letzter Schauplatz des syrischen Bürgerkriegs, da die syrische Regierung entschlossen ist, die Kontrolle über das gesamte Staatsterritorium zu übernehmen – auch gegen gewaltsamen Widerstand. Das Schicksal der Zivilbevölkerung in den durch die Türkei und HTS kontrollierten Gebieten ist dabei ungewiss. Viele müssen nach einer Rückeroberung durch das Assad-Regime mit Verfolgungen und Verhaftungen rechnen.

Die USA verabschieden derweil im Juni das sogenannte „Caesar-Gesetz“, welches dem Schutz der syrischen Bevölkerung dienen soll und Sanktionen gegen syrische Regierungsvertreter sowie Mitglieder der Armee und Geschäftsleute beinhaltet.

2021: Präsident Bashar al-Assad wird für vierte Amtszeit gewählt

Bedingt durch den Klimawandel kämpft Syrien 2021 mit schweren Dürren, was zu Wasserknappheit und Ernteausfällen führt, die die unsichere Ernährungssituation der Menschen noch weiter verstärkt. Aufgrund dieser Entwicklung steigt die Zahl der Menschen, die akut auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, in der ersten Jahreshälfte 2021 um 400.000. Laut World Meteorological Organisation (WMO) ist Syrien von einer schweren und lang anhaltenden Dürre betroffen, wie sie in Folge des Klimawandels in den kommenden Jahren häufiger und intensiver auftreten könnte.

Insbesondere durch die Corona-Pandemie verschlechtert sich zudem die gesundheitliche Lage im Land. Fehlende Maßnahmen sowie eine unzureichende medizinische Versorgung führen dazu, dass laut WHO im November 2021 nur 4,2 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Covid-19-Impfung erhalten haben. Die Versorgung mit Medikamenten und die Behandlungen Kranker sind aufgrund fehlender Versorgungsgüter und der zerstörten Infrastruktur kaum möglich. Im Mai wird Bashar al-Assad erneut zum Präsidenten gewählt.

Die Wahlen finden dabei ausschließlich in den von der Regierung kontrollierten Gebieten statt. Zur Wahl berechtigt sind außerdem Angehörige der syrischen Diaspora in anderen Ländern. In den Monaten Juli und August ereignen sich mehrere Angriffe in von protürkischen Gruppen kontrollierten Städten, bei denen durch Sprengsätze und Granaten zahlreiche Zivilisten ums Leben kommen und zivile Einrichtungen zerstört werden.

Ebenfalls im August wird ein ehemaliges Mitglied der oppositionellen Al-Nusra-Front aufgrund von Kriegsverbrechen und Mord vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu lebenslanger Haft verurteilt, was international zwar als wichtiges Zeichen gesehen wird, der unterdrückten Bevölkerung jedoch keine Erleichterung verschafft.

2022: schlimmste Hungerkrise seit Beginn des Krieges

Syrien erlebt im Jahr 2022 die schwerste Hungerkrise der jüngeren Geschichte: Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sind von Nahrungsmittelknappheit betroffen und kämpfen ums Überleben. Besonders dramatisch ist die Lage für Geflüchtete in Camps und Notunterkünften, die dringend auf externe Hilfslieferungen angewiesen sind. Neben anhaltenden Dürren und massiven Ernteausfällen trugen die politischen Unsicherheiten zur Verschärfung der Krise bei. Hinzu kam, dass Inflation und Sanktionen die Nahrungsmittelpreise um fast das Zehnfache in die Höhe trieben.

Das vorübergehende Scheitern einer UN-Resolution im Juli 2022 drohte den Zugang zu humanitärer Hilfe weiter einzuschränken. Zwar konnte nach tagelangen Verhandlungen eine Verlängerung der Hilfslieferungen von der Türkei in den Nordwesten Syriens erreicht werden, allerdings nur für sechs Monate. Russland hatte eine Verlängerung um 12 Monate blockiert und wiederholt angekündigt, den Grenzübergang vollständig zu schließen. Anfang 2023 konnte der UN-Sicherheitsrat jedoch eine erneute Verlängerung um weitere sechs Monate erwirken.

Zusätzlich verschärfte die anhaltende Bedrohung durch Extremisten des IS die Lage. Auch wenn der Terrororganisation das selbsternannte Kalifat bereits 2019 offiziell entzogen werden konnte, hielten sich nach UN-Angaben noch immer rund 10.000 Dschihadisten in den Wüstengebieten Syriens und des Irak auf. Diese Sicherheitsrisiken erschwerten den Zugang zu humanitärer Hilfe und gefährden die ohnehin prekäre Ernährungssituation weiter.

2023: schwere Erdbeben in Syrien und der Türkei

Im Februar 2023 erschütterten verheerende Erdbeben Syrien und die Türkei. Die Naturkatastrophen forderten tausende Menschenleben und hinterließen massive Zerstörungen. Besonders betroffen waren die Rebellengebiete im Nordwesten Syriens. Die internationale Katastrophenhilfe stieß auf große politische Hürden. In vielen betroffenen Regionen trafen lebensrettende Hilfslieferungen erst spät oder gar nicht ein.

Die syrische Regierung unter Baschar al-Assad lenkte die bereitgestellten Hilfsgüter fast ausschließlich in die von ihr kontrollierten Gebiete, während sie aus der Türkei eintreffende Hilfe zunächst blockierte. Erst nach tagelangen Verzögerungen wurde die Einfuhr von Hilfsgütern über die türkisch-syrische Grenze genehmigt. Gleichzeitig sollen auch Widerstandsgruppen die humanitäre Hilfe behindert haben.

Malteser International leistete in dieser schwierigen Zeit umfangreiche Soforthilfe: Neben der Bereitstellung von Decken, Matratzen und Hygienesets verteilten wir Brot und andere verzehrfertige Lebensmittel an die Notleidenden. Mithilfe von mobilen Kliniken konnten wir zudem auch Menschen in abgelegenen Gebieten medizinisch versorgen. Außerdem unterstützten wir Gesundheitsstationen.

Trotz der anhaltenden Kämpfe im Land kam es im Mai 2023 zu einer diplomatischen Wende: Nach mehr als zehn Jahren politischer Suspendierung wurde Syrien wieder in die Arabische Liga aufgenommen – ein Schritt, der das internationale Verhältnis zum Assad-Regime neu ordnete.

2024: Sturz des Assad-Regimes

Bis Ende November 2024 stand der Großteil Syriens noch unter der Kontrolle von Baschar al-Assad, bis Rebellen der Hai‘ at Tahrir asch-Scham (HTS) und der Freien Syrischen Armee am 27. November eine groß angelegte Offensive gegen das Regime starteten. Innerhalb weniger Tage eroberten die Aufständischen weite Teile des Landes, darunter die strategisch wichtigen Städte Aleppo, Hama, Homs und schließlich die Hauptstadt Damaskus.

Am 8. Dezember 2024 floh Assad nach Moskau, womit seine über zwei Jahrzehnte andauernde Herrschaft ein abruptes Ende fand. In der Hauptstadt sowie weltweit wurde sein Sturz gefeiert. Unterdessen bildeten die Aufständischen eine Übergangsregierung. Ahmed al-Scharaa, Anführer der Oppositionsmiliz HTS, wurde als Übergangspräsident ernannt, um das Land in eine neue politische Ära zu führen. Trotz der Euphorie über das Ende des autoritären Regimes bleibt die Zukunft Syriens ungewiss. Internationale Delegationen reisten nach Damaskus, um erste Gespräche mit der neuen Regierung zu führen. Die Hoffnungen auf Frieden, Stabilität und einen demokratischen Neuanfang sind groß, die Herausforderungen auf dem Weg dorthin ebenso.

Häufige Fragen

Als Auslöser für den Syrienkrieg gelten die zu diesem Zeitpunkt friedlichen Proteste im Jahr 2011, die nach dem Vorbild des „Arabischen Frühlings“ zunächst im Süden Syriens stattfanden. Dabei demonstrierte die syrische Bevölkerung gegen die Herrschaft des Assad-Regimes und forderte politische Reformen, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit. Im Verlauf weiteten sich die Demonstrationen aus und die Regierung versuchte, die Aufstände gewaltsam zu beenden. Aus den ehemals friedlichen Protestierenden spalteten sich im Sommer desselben Jahres Oppositionelle ab, die mit Waffengewalt und mit Hilfe desertierter Soldaten die „Freie Syrische Armee“ gründeten, was zur Eskalation zwischen der Regierungsarmee und den Oppositionellen führte.

Ursprünglich bestand der Konflikt zwischen syrischen Oppositionellen und der syrischen Regierung. Im Laufe der Zeit mischten sich auch weitere, teilweise terroristische Gruppen, wie der IS, und andere Länder, wie die USA, Russland, die Türkei und Iran, in den Konflikt ein, wobei die Akteure unterschiedlichste Interessen verfolgen.

Die Lage im Land ist nach wie vor gefährlich für die Zivilbevölkerung, die von Bombardierungen, Giftgasangriffen und Hinrichtungen bedroht sind. Mehr als 500.000 Menschen sind bisher getötet worden, darunter viele Kinder. Mit der Flucht aus dem unsicheren Land erhoffen sich die Menschen bessere Perspektiven und Sicherheit für ihre Familien.

Neben der instabilen Sicherheitslage fehlt es den Menschen vor Ort an dem Nötigsten. Die Gesundheitsversorgung ist in den meisten Regionen nur unzufriedenstellend vorhanden, es gibt insbesondere bei Kindern Mangelernährung, Zugang zu Bildung ist, wenn überhaupt, nur eingeschränkt möglich. Ein Einkommen für die Familie zu erwerben, ist für die Menschen in der Lage oft nicht möglich. Somit hoffen die Menschen mit ihrer Flucht auf eine Perspektive für ihre Familien, auf ein besseres Leben und überhaupt auf eine Zukunft.

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